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Funktionsprinzip und Aufbau eines Kühldeckensystems
Kühldecken wirken durch die gezielte thermische Beeinflussung
der sichtbaren Deckenoberfläche. aqua air nutzt hierzu
individuell die auf die Eigenschaften der Decke und der geforderten
Leistung abgestimmten wasserdurchströmten Kühldeckenelemente.
Diese Kühldeckenelemente sind vom Aufbau mit einem Heizkörper
unter der Decke vergleichbar - mit dem entscheidenden Unterschied,
dass die Kühldecke keine Wärme an den Raum überträgt,
sondern das Gegenteil bewirkt. Die gekühlte Deckenfläche
nimmt über Strahlung und natürliche Konvektion Wärme
von Personen (Darstellung 1), Bürotechnik und anderen
Raumflächen sowie der Raumluft auf, die dann mittels
Wasser abtransportiert wird. Die Kühldecke führt
nur Wärme ab (Darstellung 2). Sie beeinflußt die
Luftqualität im Raum nicht.
Hauptbestandteil aller aqua air-Kühlelemente ist ein
Kupferrohrmäander, der für alle geforderten Größen
aus einem Stück geformt wird. Diese wasserführenden
Kupferrohre werden in den meisten Fällen zur Hälfte
in Aluminium-Wärmeleitträger eingebettet und mit
einem leistungsstarken Klebebandsystem in handelsüblichen
Deckenplatten eingelegt. Bei Gipskartondecken kann alternativ
zum Hochleistungkleber ein spezielles Abhängesystem verwendet
werden. Die Anschlußenden sind für Steck- oder
Lötverbindungen ausgebildet.
Aufgabe eines Kühldeckensystems
Bei herkömmlichen »Nur-Luft-Klimaanlagen«
wird die Wärme ausschließlich konvektiv, d.h. mit
Hilfe der Luft, aus dem Raum abgeleitet. Da diese Klimaanlagen
meist nach der erforderlichen Kühlleistung dimensioniert
werden, benötigen sie größere Luftvolumenströme.
Damit bedingen sie größere technische Anlagen,
die schneller zu Geräuschbelästigungen und - verbunden
mit niedrigen Zulufttemperaturen - zu Zugerscheinungen führen.
Dagegen wird bei der aqua air-Kühldecke die Kühllast
durch die optimale Kombination mit natürlicher Konvektion
und Strahlung abgeführt. Neben dem Vorteil einer geräuschlosen
Kühlung (stille Kühlung) ist die Überschreitung
der in DIN 1946 T.2 geforderten Raumluftgeschwindigkeit mit
Kühldecken ausgeschlossen. Somit erzeugt man durch Kühldecken-Systeme
eine thermische Behaglichkeit, die subjektiv das Wohlbefinden
steigert und objektiv die geistige Leistungsfähigkeit
der Menschen am Arbeitsplatz unterstützt. (Diagramm 1
und 2)
Ökonomische Raumklimatisierung
Die Wirkung des aqua air-Kühldecken-systems (Wasser-Luft-System)
beschränkt sich nicht auf die Optimierung des Raumluftzustandes.
Wirtschaftlichkeitsberechnungen zeigen, daß die Investitionskosten
für Kühldeckensysteme (inkl. mechanischer Lüftung)
ab einer spezifischen Kühllastdichte von 40 W/m²
unter den Kosten für ein Nur-Luft-System mit variablen
Volumenstrom liegen.
Werden in den Investitionskosten die Einsparungen im Raumbedarf
mit berücksichtigt, sinkt die Wirtschaftlichkeitsgrenze
auf ca. 35 W/m², eine Größenordnung, in der
sich die Wärmelasten in modernen Bürogebäuden
mindestens bewegen.
Auch beim direkten Vergleich der Energiekosten, inkl. Wasserkosten,
schneiden die Kühldeckensysteme schon ab einer spezifischen
Raumkühllast von weniger als 40 W/m² besser ab als
die Nur-Luft-Systeme. Die wesentlichen Gründe liegen
in den geringeren Kosten für Luftbehandlung und Lufttransport.
Alle Vorteile auf einen Blick
- Verminderte Zuluftvolumenströme können zugfrei
und geräuschlos in den Raum eingebracht werden.
- Gleichmäßige Temperaturverteilung im Raum.
- Geringerer Platzbedarf in der Technikzentrale und in den
Schächten.
- Umbauter Raum wird eingespart (ca. 40-60%).
- Niedrige Geschoßhöhe durch geringe Einbauhöhe.
- Hohe Gestaltungsfreiheit in Verbindung mit Beleuchtung
und Schallabsorbtion.
- Sind vollständig recyclebar.
- Einfache und sichere Montage.
- Geringere Energiekosten.
- Hohe Nutzerakzeptanz.
- Einfache Regelungstechnik.
- Heiz- und Kühlfunktion ist möglich.
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